Farbismus- seit 2015
Farbismus – Farbe wird Bildsprache
„Farbismus ist eine zeitgenössische künstlerische Position, in der Farbe vom Gestaltungsmittel zur eigenständigen Ausdruckssprache wird.“
2015 wurde der Begriff „Farbismus“ erstmals öffentlich erwähnt – im Eröffnungstext einer Ausstellung der Jungen Galerie in Gailingen/Hochrhein. Damit beginnt die dokumentierbare Geschichte einer Wortschöpfung, die Wolfgang Ratzek seither als roten Faden durch sein künstlerisches Schaffen begleitet.
Der Begriff Farbismus verbindet die beiden Worte Farbe und Expressionismus. Das tragende Element bleibt dabei die Farbe: Sie ist nicht bloß dekoratives Mittel, sondern wird zur eigenständigen Bildsprache – emotional, kraftvoll, intuitiv und unmittelbar.
Aus dieser Haltung entwickelte Wolfgang Ratzek über die Jahre eine vielfältige künstlerische Welt. Seine Arbeiten verbinden expressive Farbigkeit mit ungewöhnlichen Materialien, erzählerischen Motiven, Humor und neuen Formen der Bildinszenierung.
Zu den charakteristischen Werkgruppen und Arbeiten zählen unter anderem die „Schwarzwälder-Kirschtorten-Blütenbilder“ , „Faces-KI“ , die außergewöhnlichen Backpapier-Bilder, „Doxi-Tablet“ , „Sie liebt mich – sie liebt mich nicht“ , „Amicizia“ und der „Sardische Farbenrausch“ .
Mit „Mövies“ geht Ratzek noch einen Schritt weiter: Seine Gemälde werden durch kurze bewegte Bildsequenzen auf spielerische Weise neu interpretiert. So trifft klassische Malerei auf digitale Bildweiten.
Auch Werke wie „Different Underground“ , „Möve trifft Buntspecht“ , „Der Zwetschgendieb“ und „Der Weltumsegler“ zeigen die Bandbreite dieser individuellen Bildsprache.
Der rote Faden, der sich seit 2015 durch diese Entwicklung zieht, bleibt jedoch unverändert: Die Farbe.
Sie ist Ausdruck, Energie, Emotion und Wiedererkennungsmerkmal. Sie verbindet unterschiedliche Themen, Materialien und Techniken zu einer persönlichen künstlerischen Handschrift.
So versteht Wolfgang Ratzek den Farbismus als eine zeitgenössische, eigenständige Kunstauffassung, in der Farbe zur tragenden Kraft des Bildes wird.


